Über mich

Irina Leonhartsberger

Irina Leonhartsberger

geboren in Moskau, Studium am Pädagogischen Institut.

Seit 1979 in Österreich.

1987-91 lehramtliche Tätigkeit - Assistentin im Kuratorium für künstlerische und heilende Pädagogik; Kursleiterin an der Arbeiterkammer Wien

Danach Ausbildungen und therapeutische Arbeit: 

1995 CranioSacral Therapeutin

1997 Dipl. Lebensberaterin

1997/98 Mitbegründerin des Wiener Zentrums für Meditationstherapie (Österreichische Gesellschaft für Meditationstherapie)

2000 Aufstellerin - eingetragen in die Liste der qualifizierten SystemaufstellerInnen ÖfS (Österreichisches Forum Systemaufstellungen)

Fortbildungen in weiteren Richtungen der körperorientierten Therapie, des psychologisch-beraterischen Bereichs und Aufstellungsarbeit.

Seit 1995 bin ich in freier Praxis tätig.

Meine Welt

Meine Heimat ist die Erde

Meine Heimat ist die Erde. Ich bin in Russland zur Welt gekommen. In der großen Metropole – Moskau wuchs ich auf. Zum Glück als ich drei war kaufte mein Vater ein Grundstück und baute ein Sommerhaus (Datscha). Dort, 75 km außerhalb von Großstadt, verbrachte ich jedes Jahr meine Sommerferien und lernte die Natur kennen. In der nahgelegenen Schottergrube suchte ich nach Fossilien, dann zeigte ich meine Funde der Oma (Babuschka). Manchmal war dabei auch ein Stein, den die Oma zur Seite legte und „Teifelsfinge“ nannte, wenn man ihn mit dem Messer schruppt, heilt die Wunder sehr schnell, erklärte sie mir. Das Haus liegt auf einer erhöhten Ebene, und wenn ich aus dem Garten ins Freie lief, sah ich einen wunderbaren Teich, der mit Seelilien übersät war. Links vom Teich, lag ein Sumpfgebiet und rechts eine rißen große Wiese, und den Weg zum Wald. (Jetzt die Wiese zur Wald geworden) Ich badete in dem braun-orangenen Wasser und die Oma sagte jedes mal , wie gesund das Torfwasser ist. Wir sammelten die Gänse- und Entenfedern , suchten Pilze im Wald und ich lernte von ihr die zu unterscheiden.
Später als Jugendliche, verbrachte ich manchmal mit meinen Freunden über mehreren Stunden im Wald bei Schwammerln suchen, dass ich kaum meine Füße in Gummistiefeln bewegen konnte und die letzten Schritte, bevor ich das Zuhause erreicht hatte und das wohl Gefühl, wenn ich die Stiefel endlich aus dem letzten Kraft auszog, werden immer in meiner Erinnerung bleiben.
Seit August 1979 lebe ich in Wien. Hier sind meine Kinder zur Welt gekommen. Sie lernten die Natur in Niederösterreich, dort wo das Weinviertel ins Waldviertel übergeht, und lernten die Plätze meiner Kindheit bei Moskau kennen..
Die Welten..... die Menschen... Irak - wo in den 80-er Jahre der Vater meiner Kinder arbeitete, und wir lernten das Land und die Leute kennen, Griechenland, Marokko - Frauenreise, meine tiefste Erfahrungen in Marakkesh, Egypten, Tailand, Puket – ich steige aus dem Flugzeug und habe das Gefühl Zuhause zu sein, Spanien ....Türkei..... Italien.... Malta.....
Gefühle, Gerüche, Begegnungen....
Vor knapp drei Jahren war ich bei der Entbindung meiner Enkeltöchter dabei. Sie sind in Neu-Seeland zu Welt gekommen. Sie wachsen in Auckland auf. Hier machen sie ihre ersten Erfahrungen, hier auf der anderen Seite unserer Erde lernen sie die Natur kennen.

Wenn ich mit mir auf die Reisen gehe, mich selber spüre, kann ich meinen Platz überall finden, ich kann mich mit allen verständlich machen und ich kann überall glücklich sein.

Erinnerungen im Schnee

Es liegt viel Schnee in meiner Geburtsstadt. Die Abgase der laufenden Motoren der Autos, die im Stau stehen, die Dämpfe der Heizwerke und der angezündeten Zigaretten, stehen in der kalten Luft und vernebeln noch mehr die grau-winterlichen Farbtöne der Metropole. Ich bin wieder in Moskau.

Ich bin ankommen und werde wieder wegfahren. Das zwiespältige Gefühl, eine Einheimische und eine Fremde zugleich zu sein, verursacht Stechen und Brennen und mischt sich mit einer wohltuenden Wärme in mir.

Es ist sehr schön, aber trotzdem ein wenig bitter, wieder im Kreis der Familie zu sein. Viele, die ich liebe, sind nicht mehr mit uns und sind zugleich präsent in dem was ich sehe, spüre und woran ich mich erinnere. Meine Geschwister freuen sich über meine Ankunft, doch es liegen dazwischen wieder ein paar Jahre, in denen wir uns nicht gesehen haben, in diesen auch vieles, was wir erlebt, gelebt, geliebt und gehasst haben. So braucht es Zeit, bis ein Teil dessen einander offenbart wird. Über die früheren Zeiten zu sprechen fällt uns leicht. Wir machen Witze über vergangene Situationen in unserer Familie. Die so lange zurück liegenden Ereignisse waren nicht immer so lustig, doch jetzt stehen sie für uns in einem anderen Licht. Jeder für sich vermisst ein wenig die unbeschwerten Zeiten unserer Kindheit. Doch unser Lachen entspannt und verbindet uns tief mit einander…

Ich bin viel unterwegs. Die Stadt meiner Geburt und Jugendzeit empfinde ich als verwirrend. Vieles ist fremd und unbekannt und das, was noch äußerlich unverändert, obwohl stark veraltet geblieben ist, erscheint mir als ob man einen Traum gehabt hätte, in dem alles lebendig und dynamisch gewesen ist. Ich will ihn in die Realität holen, doch es geht nicht. Zwischen dem, was einmal war und dem, was gerade ist, befindet sich eine unsichtbare Zeitgrenze, die nicht mehr zu beschreiten ist.

Aus dem Flugzeugfenster sehe ich das in Schnee gekleidete Moskau, ich kehre nach Wien zurück. In meinem Herzen ist Wärme. Von äußeren Blicken verborgen fliegt meine Familie mit mir mit.

Im großen Ganzen

ich bin eine von euch und ich bin anders. So wie ihr, jeder einzelne von euch einmalig ist, bin ich es auch.

Ich habe meine Geschichte, meine Erfahrungen, meine Erinnerungen und meine Prüfungen, dir mir mein Leben stellte und noch stellen wird. Es ist meines - so wie ich es in jedem kommenden Moment erlebe. Tag für Tag lerne ich mich selber näher kennen durch meine täglichen Begegnungen mit euch - meinen Mitmenschen. Ich bin ständig ein Teil von dem wo ich gerade bin, dem was und wen ich begegne und was mich umgibt. Genau so wie ihr, bin ich ein Teil vom großen Ganzen.

Ich gehe meinen Weg. Ich treffe meine Entscheidungen und trage dafür Verantwortung. Ich bin alles, aber auch nur das, was sich in den Begegnung mit euch in dem Moment zeigt. Es kann alles sein, meine Fröhlichkeit, mein Zorn, mein lachendes und mein trauriges Gesicht.

Vieles ist schon gelebt. Vieles liegt weit zurück. Die Bilder bleiben in meinem Gedächtnis gespeichert mit ihren Farben, Gefühlen und Gerüchen. Ich kann nur bejahen, es war so wie es damals war. Und es geht weiter... ich bin neugierig für jeden neuen kommenden Augenblick in dem ich euch begegne, kennen lerne, euch gebe was mir zu dieser Zeit möglich ist und von euch empfange.

Es geht mir darum - leben, lieben und handeln in unserem Verbundensein.

Impressionen

Alltägliche Besonderheiten

„Wenn wir ein Gefühl der Öde haben, hilft es oft, sich vorzustellen, wie die eigenen Wurzeln weiter in die Tiefe reichen, bis sie das Wasser, das verborgen fließt, erreichen, das teilhaben lässt an der Fülle des Ganzen“ – B. Hellinger

Waldgeister

Die Fotos wurden bei der Meditationswanderung  im Juni aufgenommen.